Freizeiten

Kinder- und Jugendfreizeiten
Freizeiten sollten möglichst kostengünstig angelegt sein, um auch Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien, die Möglichkeit zur Teilnahme  an einem  attraktiven Ferienaufenthalt zu geben. Dieser Aspekt setzt häufig einen finanziellen Zuschuss durch die Kommune und den Landkreis voraus.

Reiseziele
Das Reiseziel der Freizeit muss für Kinder und Jugendliche attraktiv sein, damit das Angebot auch angenommen wird. Sind für Kinder noch Orte in der näheren und weiteren Umgebung interessant, so steigt bei Jugendlichen mit zunehmendem Alter die Attraktivität von Auslandsfreizeiten.                                            
Es gibt in der kommunalen Jugendarbeit eine breite Palette von Freizeitangeboten, wobei Schwerpunkte auf erlebnispädagogische Aktivitäten und kulturelle Perspektiven gelegt werden.

Abenteuer und Begegnung
Bei der Erlebnispädagogik  steht das Erleben und Bewältigen von Wagnis und Abenteuersituationen in der Gruppe im Mittelpunkt. Professionell gesichert sollen Jugendliche die Erfahrung von sozialer Handlungskompetenz machen, die auch auf andere Lebensbereiche übertragen werden kann.
Dabei stehen neben der Organisation der Zeltlager, z.B. Kanu- und  Klettertouren, Mountainbiking und Wanderungen auf dem Programm.
Bei dem kulturellen Aspekt wird neben Städte- und Museumsbesuchen auch auf die Begegnung mit Menschen im Ausland und das Kennenlernen fremder Lebenskultur Wert gelegt. Dadurch wird nicht zuletzt auch Fremdenfeindlichkeit vorgebeugt. Das Verständnis zwischen den Kulturen wird eindeutig gefördert.

Lerneffekte
Abgesehen von der thematischen Ausrichtung der Freizeit, dem Reiseziel und den speziellen Angeboten während des Aufenthalts, steht das soziale Lernen der Kinder und Jugendlichen in der Gruppe im Vordergrund. Ihre Ideen und Anregungen werden im Zuge der Partizipation mit in die Gestaltung der Freizeiten aufgenommen.
Alle während der Freizeit anfallenden Arbeiten werden von den Teilnehmern im Wechsel und unter Anleitung selbst erledigt, wie z.B. Kochen, Einkaufen und Reinigungstätigkeiten. Dabei werden soziale Verhaltensweisen geübt, Verantwortung übernommen und  ein Zusammengehörigkeitsgefühl und Teamfähigkeit in der Gruppe entwickelt.

Beziehungsarbeit
Durch Freizeiten werden Kinder und Jugendliche mit den MitarbeiterInnen der Jugendarbeit vertraut. Die Beziehungsarbeit ist daher ein wichtiger Aspekt von Freizeiten. Anders als im Alltag der Kinder - und Jugendarbeit vor Ort, bleibt die Gruppe ein bis zwei Wochen zusammen. Konflikte müssen ausgetragen und auffällige Verhaltensweisen können viel intensiver bearbeitet werden.
Jugendliche und JugendarbeiterInnen lernen sich besser kennen, so entstehen Bindungen, die auch für zukünftige Projekte und Aktivitäten wichtig werden.

Elternarbeit
Bei Kindern und jüngeren Jugendlichen wird in der Vor- und Nachbereitung  der Kontakt zu den Eltern hergestellt. Dieser wird durch Elternabende und Elterngespräche noch intensiviert. So entsteht  eine fruchtbare Basis für eine weitere kooperative Zusammenarbeit zwischen Eltern, Jugendlichen und JugendarbeiterInnen vor Ort.

Kinder und Jugendfreizeiten - ein wichtiger Baustein in der kommunalen Jugendarbeit
Das Zusammenleben in der Gruppe, das Erlernen bisher unbekannter Aktivitäten, wie z.B. bei Abenteuersportarten bringen neue Erfahrungen für die Teilnehmenden. Auslandsaufenthalte bieten besondere Herausforderungen beim Erleben fremder Kulturen, Sprachen und dem Umgang mit ausländischen Jugendlichen und wirken latenter Fremdenfeindlichkeit entgegen.
Den Teilnehmenden wird ein attraktiver Ferienaufenthalt geboten und gleichzeitig wird soziales Lernen in der Gruppe und soziale Handlungskompetenz  in einzigartiger Weise gefördert. Somit ergibt sich kein Widerspruch zwischen Freizeiten und sozialem Lernen. Die Rahmenbedingungen einer Freizeit ermöglichen eine  Form von Bildung, die sich daran ausrichtet, Menschen zu kompetenten Individuen innerhalb einer demokratischen Gesellschaft zu erziehen und ihnen zu mehr Selbstbestimmung und Mündigkeit zu verhilft.

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